
Schauspiel von Wajdi Mouawad
»Lerne lesen, lerne schreiben,
lerne zählen, lerne reden. Lerne.«
lerne zählen, lerne reden. Lerne.«
Dies ist die Geschichte eines Vermächtnisses. Kanada, Gegenwart: Nawal, eine Frau aus einem fernen, kriegszerstörten Land, ist in Kanada gestorben und hinterlässt ein schweres Erbe. Ihre Kinder Jeanne und Simon werden vor eine Aufgabe gestellt, die ihre ganze Kraft und Energie fordert. Denn der Notar eröffnet ihnen, dass sie sich auf die Suche nach ihren verschollenen Angehörigen, Bruder und Vater, machen sollen. Dies sei der letzte Wille der Mutter. Was jetzt beginnt, ist eine Kettenreaktion: Während die Kinder auf getrennten Wegen ihre Suche nach den verschütteten Wurzeln beginnen, folgen wir in Rückblenden dem Lebensweg der Mutter von ihrer Kindheit bis ins Alter. Vergangenheit und Gegenwart kreuzen und durchweben sich. Erkenntnis reiht sich an Erkenntnis, eine erschreckender als die andere: Die Reise führt in ein von Krieg und Terror zerrüttetes Land, in eine geschundene Seelenlandschaft, in der es kaum noch Hoffnung gibt. Nur eine: Nawal brach einst mit dem Auftrag der Großmutter auf, zu lernen. Und sie erfüllte ihren Willen. Sie wurde zur »Frau, die singt«.
In berührenden Bildern wird eine Geschichte erzählt, die den scheinbaren Gegensatz zwischen den Kulturen überwindet. Die zeigt, dass die Gegensätze nur so lange bestehen, wie wir uns weigern, einander zuzuhören. Erst wenn wir uns auf die Suche begeben, können die Wunden der Gegenwart verheilen. Andreas Nathusius, dessen »Nathan der Weise« in der vergangenen Spielzeit aufwühlte und berührte, inszeniert dieses packende Gegenwartsdrama als Reise in den Krieg - und aus diesem heraus in eine hoffentlich hellere Zukunft.
In berührenden Bildern wird eine Geschichte erzählt, die den scheinbaren Gegensatz zwischen den Kulturen überwindet. Die zeigt, dass die Gegensätze nur so lange bestehen, wie wir uns weigern, einander zuzuhören. Erst wenn wir uns auf die Suche begeben, können die Wunden der Gegenwart verheilen. Andreas Nathusius, dessen »Nathan der Weise« in der vergangenen Spielzeit aufwühlte und berührte, inszeniert dieses packende Gegenwartsdrama als Reise in den Krieg - und aus diesem heraus in eine hoffentlich hellere Zukunft.



















